Die kleinen Strolche e.V.


Kurzinfo für Interessenten zurück

Einrichtung
Unsere Einrichtung ist eine altersgemischte Kindertagesstätte, die sich aus 7 Plätzen für Kinder unter drei Jahren und 8 Plätzen für Kinder ab drei Jahren zusammensetzt. Die Kinder werden von vier pädagogischen Kräften familienähnlich und interkulturell betreut. Nach Möglichkeit stellen wir auch Zusatz- und Hilfskräfte (Berufspraktikanten etc.) ein.

Ausstattung
Die Kita besitzt im Erdgeschoß einen großen Aufenthalts- und Spielraum, eine Küche / Essraum, und ein Badezimmer mit 2 Kindertoiletten. Neben dem Hauptgebäude befinden sich ein kleiner Außenbereich mit Sandkasten und Grün- und Nutzpflanzen, sowie ein Turnraum zum Toben. Im Obergeschoß befinden sich ein Schlaf- und Wickelzimmer, ein Werk- und Bastelraum, und ein kleines Büro.

Anmeldung/Aufnahme
In der Kita stehen nur 45-Stunde-Kontingente zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt über einen Aufnahmeantrag, erhältlich über den Link "Aufnahmeantrag" im linken Rand.
Es erfolgt keine Eingangsbestätigung. Das Datum der Anmeldung findet bei der Entscheidung über eine Aufnahme keine Berücksichtigung. Alle Aufnahmeanträge werden registriert und an die Stadt Bonn gemeldet. Sobald Plätze in der Kindertagesstätte frei werden, melden wir uns bei den Eltern nach folgenden Kriterien:
  • Alter und Geschlecht (passend zur Gesamtgruppe, ab einem Alter von 6 Monaten)
  • Wohnort möglichst in der Nähe der Kindertagesstätte
Die Eltern werden eingeladen, sich die Kindertagesstätte anzuschauen und sich bei einem Elternabend vorzustellen. Über die Aufnahme von Kindern bestimmt die Elternschaft. Besichtigungstermine außerhalb dieses Verfahrens sind leider nicht möglich. Auf einen Tag der offenen Tür wird in der lokalen Presse hingewiesen.
Für das KiTa Jahr ab August 2009 sind alle Plätze vergeben.
Voraussichtlich frei werdende Plätze ab August 2010 (ohne Gewähr!): 4 Plätze

Öffnungszeiten
Wir haben von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 17.00 Uhr durchgehend geöffnet. Die Kinder essen in der Tagesstätte zu Mittag und können mittags auch dort schlafen. Für die größeren Kinder findet einmal pro Woche ein Naturtag statt, bei dem die Gruppe den Tag außerhalb der Kita verbringt.

Elternmitarbeit
Träger der Kindertagesstätte ist eine Elterninitiative. Eltern, deren Kinder die Tagesstätte besuchen sollen, müssen im Trägerverein Mitglied werden. Wir erwarten von ihnen eine aktive und kontinuierliche Mitarbeit in pädagogischen und praktischen Angelegenheiten, die Bereitschaft zur Übernahme von Elternämtern und Vorstandsämtern, sowie eine regelmäßige Teilnahme an den Elternabenden (in der Regel monatlich). Eine Besonderheit der Kita ist, dass die Eltern turnusmäßig das Mittagessen kochen (bei einem Kita-Kind alle drei Wochen).
Die Kita ist eine ökologisch-vegetarische Kita, d.h. alle Eltern kochen fleischlos und soweit möglich ausschließlich mit Bio-Produkten.

Beiträge
Die Kosten für die Unterbringung eines Kindes in der Kindertagesstätte setzen sich z.Z. aus drei Beiträgen zusammen:
  1. Einkommensabhängige monatliche Elternbeiträge ans Jugendamt (wie in jedem städtischen Kindergarten auch - Auskunft über die Höhe erteilt das Jugendamt).
  2. Einkommensunabhängige monatliche Beiträge an den Trägerverein "Die kleinen Strolche":
    · Trägerbeitrag 60 Euro für das erste Kind pro Monat, 35 Euro für das zweite Kind pro Monat
    · Essensbeitrag 36 Euro pro Monat pro Kind
  3. Vereinsbeitrag von 30 Euro pro Mitglied und Jahr
Betreuung der Kinder
Die Betreuung der Kinder umfasst spielerische und vermittelnde Elemente und wird möglichst vielseitig durchgeführt, um soziales Verhalten, Koordination, etc. zu stärken. Die Betreuerinnen bereiten dazu (saisonal angepasste) Projekte und Aktivitäten vor, nehmen jedoch auch direkt die Wünsche und Aktivitäten der Kinder auf (situativer Ansatz). Die Kinder werden dabei in verschiedenen Altersgruppen individuell angesprochen und gefördert. Neben strukturierten Aktivitäten haben die Kinder jedoch auch die Möglichkeit der freien Beschäftigung, die sie täglich selbst auswählen können. Zusätzlich erfolgen auch Besuche eines nahegelegenen Spielplatzes, sowie Teilnahme bei ausgewählten externen Veranstaltungen (Kindertheater, etc.).

Pädagogisches Konzept (Ausführung im Anhang)
Folgende Schwerpunkte haben wir uns für unsere pädagogische Arbeit gesetzt:
  • Förderung der Persönlichkeit
  • Förderung des sozialen Miteinanders
  • Unterstützung der Sprachentwicklung
  • Förderung der kreativen Ausdrucksmöglichkeiten
  • Natur und Umwelterfahrungen
Der Auswahl und Formulierung der einzelnen Schwerpunkte unserer Konzeption liegen fünf pädagogische Orientierungen zugrunde:
  • Kinder sind aktive Lerner; sie lernen durch ihre Aktivitäten, durch das, was sie tun, hören, erfahren und denken.
  • inder lernen durch Interaktionen mit den Eltern, Erzieherinnen und anderen Erwachsenen wie auch durch die Interaktion mit anderen Kindern. Verbale und non-verbale Interaktionen mit Erwachsenen sind wichtig zur Anregung kindlicher Lernprozesse.
  • Eine räumlich-materiale Umwelt, die so organisiert ist, dass Kinder maximal unabhängig und erfolgreich sein können, gibt den Kindern mehr Gelegenheit für produktive Interaktionen, Diskussionen und Freude.
  • Kinder benötigen emotionale Wärme und räumliche Möglichkeiten, die ihrem Bedürfnis nach Sanftheit/Kuscheligkeit entgegenkommen, sowie vorhersagbare Routinen, um sich sicher und geschützt zu fühlen.
  • Eine "gute" Umwelt für Kinder sollte auch die Bedürfnisse der Erwachsenen, die in ihnen arbeiten, erfüllen.
Als Indikatoren für eine hohe pädagogische Qualität werden zudem die individuell variable pädagogische Arbeitsweise der einzelnen Teammitglieder und eine flexibel auf die Kinder und ihre Bedürfnisse abgestimmte Planung der Arbeit angesehen.

Beispiel für einen Tagesablauf
8.00 - 9.30 1. Bringzeit und Frühstückszeit.
9.30 - 10.15Am Stuhlkreis nehmen alle Kinder teil. Gegen Ende des Stuhlkreises teilen die ErzieherInnen mit, welche Beschäftigungen an diesem Tag angeboten werden und die Kinder können dann wählen, was sie machen möchten.
10.15 - 11.302. Bringzeit nach Absprache
11.30Mittagessen der Kleinen
12.00Mittagessen der Großen
13.00 - 14.00Mittagsruhe
ab 14.00Abholzeit nach Absprache
bis 15.00Nachtischzeit nach dem Aufwachen der Kinder - Nachmittags liegt der Akzent auf freiem Spiel -
15.30allgemeines Aufräumen
16.00Brotzeit
bis 16.45alle Kinder müssen abgeholt worden sein
17.00Kita wird geschlossen


ANHANG: Pädagogisches Konzept - Beschreibung und Umsetzung

Folgende Schwerpunkte haben wir uns für unsere pädagogische Arbeit gesetzt:
  • Förderung der Persönlichkeit
  • Förderung des sozialen Miteinanders
  • Unterstützung der Sprachentwicklung
  • Förderung der kreativen Ausdrucksmöglichkeiten
  • Natur und Umwelterfahrungen
Förderung der Persönlichkeit
Kinder verfügen über ein deutlich erkennbares Maß an Neugier, Offenheit und Fantasie. Dies sind die Antriebsfedern für die Aneignung der Wirklichkeit und das Hineinwachsen in ihre Lebenswelt. Durch unsere Unterstützung lernen die Kinder Ziele zu formulieren, Ideen auszutauschen, Lösungen zu suchen, aber auch Misserfolge und Enttäuschungen auszuhalten und damit konstruktiv umzugehen. Wichtig ist uns, die Kinder in allen ihnen möglichen Entwicklungsbereichen zu begleiten, zu fördern und herauszufordern. Das Kind soll stolz seine Besonderheiten erkennen, seine Begabungen entdecken und auch das, was es nicht so gut kann, als seine Eigenheiten akzeptieren lernen. Das Durchhaltevermögen, das bei Fehlschlägen entwickelt werden muss, kann ebenso zu innerer Stärke und Selbstbewusstsein führen wie das berauschende Gefühl des Erfolgserlebnisses.

Förderung des sozialen Miteinanders
Zu den herauszustellenden Vorteilen einer altersgemischten Gruppe gehört die lange Verweildauer der Kinder in der Einrichtung. Sie bietet allen Beteiligten die Möglichkeit, kontinuierliche und intensive Beziehungen zueinander aufzubauen. Das Miteinander von Groß und Klein vermittelt den Kindern eine familienähnliche Atmosphäre, die zu einer tiefen und dauerhaften Verwurzelung mit der Einrichtung, den Erzieherinnen und den übrigen Familien führt.
So kann sich ein liebevolles entspanntes Miteinander entwickeln, das von wenig Konkurrenz- und Machtkämpfen unter den Kindern geprägt ist. Die älteren Kinder werden behutsam an die Jüngeren herangeführt, lernen Rücksicht nehmen, Vorbild sein, Helfen und sich abzugrenzen. So übernehmen die Älteren Verantwortung für die Jüngeren, während die Kleinen ihnen die Identifikation mit der Gesamtgruppe erleichtern.
Es fällt auf, dass jedes Kind zu jedem anderen Kind der Gruppe eine besondere Beziehung hat, dass es keine Kinder gibt, die ganz außerhalb der Gruppe stehen und Spiele sowohl altershomogen wie -heterogen stattfinden. Die engen Beziehungen tragen zu einer intensiveren Wahrnehmung der einzelnen Kinder mit ihren Eigenarten und ihren Stärken und Schwächen bei, und fördern die Neugier, die Lust am Ausprobieren, am Erkunden und Untersuchen und nicht zuletzt das spontane Bestreben des jüngeren Kindes, den "Großen" nachzueifern.
Das über Jahre bestehende gemeinsame Leben in der Gruppe führt auch zwischen Kindern und Erzieherinnen zu einer vertrauensvollen Bindung. Die Erzieherinnen lernen die Kinder in den unterschiedlichsten Entwicklungsstadien kennen, was zu einem tieferen Verständnis der Bedürfnisse des Kindes führt und ihnen hilft, die individuelle Persönlichkeit jedes Kindes bewusster wahrzunehmen.

Unterstützung der Sprachentwicklung
Wenn Kinder eine Sprache lernen, brauchen sie Ansprechpartner - Erwachsene und Kinder - denen sie beim Sprechen zuhören, also Sprache erleben können, und denen sie sich mitteilen, also Sprache erproben können. Dabei ist die Sprachentwicklung des Kindes eng verbunden mit seiner körperlichen, emotionalen, sozialen sowie kognitiven Entwicklung.
Die Bewegung steht in engem Zusammenhang mit der geistigen Entwicklung, da sie ein Mittel zum Aufbau der Intelligenz ist. Erlernen der Sprache ist somit eng verbunden mit Bewegungs- und Wahrnehmungsfähigkeit, dem wir durch Bewegungsspiele, Reime und Fingerspiele sowie Bilderbücher und Geschichten Rechnung tragen.
Je unterschiedlicher die Reize sind, die dem Kind hier geboten werden, desto mehr Verknüpfungen finden im Gehirn statt, was sich dann positiv auf das Gedächtnis und die Sprachentwicklung auswirkt.

Förderung der kreativen Ausdrucksmöglichkeiten
Kreativität ist eine Fähigkeit, über die jeder Mensch und jedes Kind verfügt. Sie beinhaltet Mut zum Ungewöhnlichen, Unkonventionellen, Unplanbaren und wird individuell in den verschiedensten Bereichen des Lebens weiterentwickelt. Kreative Ereignisse geschehen in alltäglichen Lebenszusammenhängen, im Spiel, in der Familie, in der Kindergruppe, im Zusammenleben mit anderen Menschen, in Konflikten und in künstlerisch-kulturellen Ausdrucksformen. Kreativität ist Kontakt und Kommunikation mit anderen Menschen, ist die Umsetzung von Fantasie, Vorstellungskraft und Gefühl in Handeln. Die Förderung der kindlichen Kreativität ist für uns ein Bildungsansatz, der sich auf alle anderen Bildungsbereiche wie Natur und Umwelt, Bewegung, mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung, Literatur, soziales und interkulturelles Lernen übertragen lässt. Mit Kreativität verbinden wir entdeckendes und forschendes Lernen, das Einlassen auf Herausforderungen sowie der Wunsch des Kindes, Aufgaben- und Problemstellungen eigenständig lösen zu wollen.

Natur und Umwelterfahrungen
Für uns ist es wichtig, dass die Kinder ihr näheres und weiteres Umfeld und die regionalen Gegebenheiten kennen lernen. Daher besuchen wir regelmäßig mit der gesamten Gruppe einen öffentlichen Spielplatz in unserer Nähe. Sobald die Kinder keinen Mittagsschlaf mehr benötigen, nehmen sie an den wöchentlichen Ausflügen ins Bonner Umland teil. Die Natur zu erleben, bietet Kindern eine allumfassende Möglichkeit zur persönlichen Bildung. Hier findet man die besten Voraussetzungen für jede Art von Sinneserfahrung. Durch unterschiedlichste Geländeformen werden besonders auch Raum-, bzw. Körperwahrnehmung und Gleichgewichtssinn trainiert. Dies alles bildet wichtige Grundlagen zur Intelligenz. Verschiedenste Materialien, die man unterwegs findet, regen intensiv zum Experimentieren und Spielen mit ihnen an, was der Fantasie und Kreativität sehr förderlich ist. Der Gruppenzusammenhalt wird durch dieses gemeinsame Erleben in der Natur und durch gegenseitige Unterstützung gestärkt. Der regelmäßige Aufenthalt an der frischen Luft stärkt das Immunsystem und fördert somit die Gesundheit. Nicht zuletzt wird durch das Kennen lernen, Beobachten, Experimentieren, Staunen usw. ein besonders behutsamer Umgang mit der Natur vermittelt, um ihre Wichtigkeit zu schätzen und sie somit schützen und erhalten zu wollen.

 
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