Tag 16 - 20
Eine Woche lang öffnen Lea, Aline und Ella pünktlich um 9:30 ihren Laden und verkaufen an die hungrigen Kinder Brötchen, Müsli, Obst und Rohkost. Zuerst bekommen alle Kinder Geld ausgehändigt, damit sie auch ihre Ware bezahlen können. Nachdem am ersten Tag alle Drei alles machen wollen, -schneiden schmieren, wiegen und kassieren-, teilen sie sich bereits am zweiten Tag die Arbeit auf und mit den Tagen finden die Kinder zu einer erfolgreichen Routine. War ich an den ersten beiden Tagen noch in der Nähe und half schon mal beim Ausrechnen der Preise, meisterten die Drei an den restlichen Tagen ihre selbst gewählte Aufgabe kompetent und souverän alleine. Dies färbte auch auf die anderen Kinder ab. Aufmerksam studierten sie das Plakat, stellten sich dann ohne zu drängeln in eine Reihe und warteten geduldig, bis sie bedient wurden. Dabei zeigte sich, dass auch die Kleinsten das Plakat verstanden und ihre Wünsche verständlich machen konnten.
Am Ende der Woche waren alle Drei froh, wieder zur normalen Tagesordnung übergehen zu können. aber auch stolz über die gelungene Durchführung ihrer selbst gestellten Aufgabe.
Lea: "Da mussten wir ganz viel zählen:"
Aline: "Und ganz schön viel arbeiten."
Ella: "Aber auch ganz schön rechnen. Denn die Preise zusammenzählen ist ja rechen, oder?"
Ursula: "Ja, da hast du recht. Preise zusammen zählen, das ist schon rechnen."
Am meisten hatte sie jedoch beeindruckt, dass ein zu Besuch anwesendes Schulkind erstaunt feststellte: "Was die da machen, lernt man doch erst im zweiten Schuljahr!"
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